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Beschichtung und Verarbeitung

Beschichtungen

Baumwolle bzw. deren Mischgewebe sind nicht beschichtet, da das Material bei Regen aufquillt und so abdichtet. Die Imprägnierung der Baumwolle sorgt für die Verstärkung dieses Effektes und der Haltbarkeit des Stoffes.
Polyester- bzw. Nylongewebe müssen beschichtet werden, damit sie wasserdicht sind.

Polyurethan (PU):

Hochwertige und flexible Beschichtung, die eine hohe Dichte erreicht und daher besonders für Zeltböden geeignet ist. Auf Grund der Möglichkeit der Nahtverklebung (siehe Nähte) häufig auch im Außenzeltbereich verwandt.

Silikon (SI):

Sehr hochwertige, elastische und langlebige Beschichtung, erhöht im Gegensatz zu anderen Beschichtungsarten die Reißfestigkeit und UV-Stabilität des Materials.

Die Qualität der Wasserdichtigkeit wird mit dem Wert der Wassersäule angegeben. Unter einem Messzylinder werden 10cm² Stoff gespannt und der Zylinder mit Wasser gefüllt. Der Grenzwert, bei dem das Wasser beginnt, sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken, bezeichnet die Wassersäule.
Prinzipiell schreibt die DIN-Norm für Außenzelte eine Wassersäule von 1.500mm vor. Darunter ist das Material nicht dicht, sondern nur abweisend!!! In der Regel werden aber oft höhere Werte erreicht.
Achtung: ausschlaggebend ist natürlich die Qualität der Beschichtung! Was nützt ein hoher Wassersäulenwert, wenn sich die Beschichtung nach kurzer Zeit vom Material löst?

 

Verarbeitung

Das "A und O" der Verarbeitung eines Zeltes sind die Nähte. Die beste aber auch aufwendigste Naht ist die "Doppel-Kappnaht". Dabei werden die beiden Säume ineinander verhakt und mit zwei parallelen Nähten verbunden. Eine große Rolle in Bezug auf die Wasserdichtigkeit einer Naht spielt auch deren "Sauberkeit". Eine zu hohe Nähgeschwindigkeit (bedingt durch enorme Produktionskapazitäten) erhitzt die Nähnadel sehr stark und "brennt" unnötig große Löcher ins Zeltgewebe.
Aus diesem Grund werden Nähte oft mit zusätzlichen Nahtbändern versiegelt. Dies funktioniert aber nur bei PU-beschichteten Geweben, auf silikonbeschichteten Gewebe hält eine derartige Versiegelung nicht.
Am besten fährt man, wenn man bereits zu Hause die "verdächtigen" Stellen mit einem Nahtdichter in Ruhe dünn einstreicht und gut trocknen lässt.

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