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Konstruktion & Material

Baumwollzelte

Die meisten Baumwollzelte sind einwandig. Das Material ist robust genug, auch die Dichte stimmt. Die Kondenswasserbildung ist nicht so groß wie im Leichtzelt aus Kunstfaser. Das vorhandene Wasser läuft zwar auch an der Außenhaut bzw. beim Gestänge ab, da man aber in diesen meist wesentlich größeren Zelten kaum Kontakt mit der Zelthaut hat, spielt dies keine Rolle. Überdächer bei Baumwollzelten haben meist die Aufgabe die direkte Sonneneinstrahlung zu reflektieren, so dass es zumeist um einiges kühler in diesen Zelten ist.

Gore-Tex-Zelt

Vorteil: wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv bei einwandiger Verarbeitung, dadurch leicht und kurze Aufbauzeit. Kleine, absolute Spezialzelte. Sie werden oft bei Expeditionen eingesetzt.
Nachteil: wie bei der Bekleidung ist ein Temperaturgefälle zwischen Innenseite (Körperwärme) und Außenseite der Gore-Tex Membran (Natur) notwendig. Ist dieser Druck nicht vorhanden, läuft das Kondenswasser auch dort an der Innenseite der Zeltwand herunter!

"Kondenshütte"

So nenne ich jene Polyesterzelte, die kein Innenzelt besitzen und zudem noch eine schlechte Belüftung haben. Sie sind auch unter dem Titel "Tropfsteinhöhle" bekannt. Billigst, reichen sie für die wenigen Stunden dösen beim Wiesenfest, aber sicher nicht für eine Tour!

Doppeldachzelte

Dieser Zeltkonstruktion besteht aus einem Innen- und einem Außenzelt. Da das Außenzelt dicht sein muss können Atemluft und Körperfeuchtigkeit nicht entweichen. Während der Nacht kondensiert diese Feuchtigkeit und läuft an der Innenseite des Außenzeltes herunter. Das dampfdurchlässige Innenzelt schützt die Personen und hält den "Aufenthaltsraum" trocken.
Der Luftzirkulation zwischen Innen- und Außenzelt kommt somit für die schnelle Trocknung eine enorm wichtig Aufgabe zu. Große Lüftungsklappen, deren Öffnungen regulierbar sind, zeugen auch von einer durchdachten Zeltkonstruktion.

Außenmaterial

Wichtigste Eigenschaften bzw. Aufgaben:

  • Hoher Abperleffekt (mit guter Trocknungszeit)
  • Resistenz gegen UV-Strahlung
  • Hohe Weiterreißfestigkeit

Es werden heute vor allem zwei Materialien eingesetzt:

Polyester (PES)
Vorteil: leicht bei guter Reiß- und Scheuerfestigkeit. Hochwertige Materialien dehnen sich kaum und haben eine hohe UV-Beständigkeit.
Nachteil: das Flattern bei Wind macht ziemlich viel Lärm.

Nylon (Polyamid)
Vorteil: hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit.
Nachteil: dehnt sich relativ leicht bei Nässe und hat nicht so hohe UV-Resistenzwerte.

Beide Materialien werden auch als Ripp-Stop-Variante verarbeitet: Hier sorgt ein sehr dicker Querfaden (Karomuster-Optik) für erhöhte Weiterreißfestigkeit, die Einreißfestigkeit ist aufgrund des verarbeiteten dünneren Grundstoffs meist etwas geringer.

Innenmaterial

Am häufigsten werden heute unbeschichtete Nylongewebe (Nylon Tafetta) eingesetzt. Das Material ist leicht, nimmt sehr wenig Feuchtigkeit auf (trocknet damit auch sehr schnell) und besitzt auch eine hohe Reißfestigkeit.
Um die Luftdurchlässigkeit zu erhöhen werden oft im Eingangs- oder Dachbereich Moskitogazeteile eingebaut.

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